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Unser Fragebogen – Katharina Holzmann, David Rabolt und Sascha Ehlert

Aus: fachbuchjournal-Ausgabe 5/2021
Antworten von Katharina Holzmann, David Rabolt und Sascha Ehlert, Korbinian Verlag, Berlin

Was ist Ihre Erinnerung an Ihr erstes Buch? Um welches Buch handelt es sich?

Katharina Holzmann: Und rollte Kantapper, Kantapper davon. (Der dicke fette Pfannkuchen von Anne ­Heseler) David Rabolt: Der Räuber Hotzenplotz – das hat meine Großmutter Ingeborg mir vorgelesen. Sascha Ehlert: Der Kleine Hobbit von John Ronald Reuel Tolkien – Bilbo hat mich als Kind zum Leser gemacht. Und: ich hab angefangen, kleine Geschichten aufzuschreiben.

Ihre drei Lieblingsbücher sind …

K.H.: Arno Schmidt – Zettels Traum, Luigi Serafini – Codex Seraphinianus, Heidegger – Sein und Zeit

D.R.: Ödon von Horvath – Jugend ohne Gott, B. Traven – Das Totenschiff, John Steinbeck – Von Mäusen & Menschen

S.E.: Michail Bulgakow – Der Meister und ­Margarita (und alle Theaterstücke), James Baldwin – Stranger in the Village (generell: Baldwin-Essays), ­Cemile Sahin – Gesamtwerk

Würden Sie Ihre Lieblingsbücher auch als eBook lesen?

Einstimmig: nein.

Entspannen Sie beim Lesen oder was sind Ihre Mittel gegen Stress?

K.H.: Kann mich nur noch mit John Grisham entspannen.

D.R: Kommt auf das Buch an. Im besten Fall: ja!

S.E. Ich kann mich schon beim Lesen entspannen, sofern es alte Lieblingsbücher sind und keine Neuerscheinungen. Ansonsten auch gut zum Gehirn leerräumen: TikTok & Headspace.

Traumjob VerlegerIn? Beruf oder Berufung?

Im Grünen fing es an und endete blutigrot.

Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Durch glückliche Fügungen & etwas Alkohol.

Gibt es für Sie ein Vorbild aus der Welt der V ­ erlegerInnen?

K.H.: Helge!

D.R.: Ernst Rowohlt.

S.E.: Gertrude Stein.

Wie beginnt ein guter Tag als VerlegerIn?

Crémant-Frühstück.

Und wie sieht ein schlechter Tag aus?

Kater.

Was war das spannendste Ereignis in Ihrem Berufsleben?

Hausverbot auf der Frankfurter Buchmesse 2018.

In einem FAZ-Interview stellte Felicitas von Lo ­ venberg Verlegern diese Frage: Wenn Sie eine einzige Veränderung am Buchmarkt bestimmen könnten – welche wäre es?

Eine von Preisen unabhängige, flächendeckende Förderung für unabhängige Verlage (gilt nicht für Nazis).

Wie viel Prozent seines Umsatzes wird Ihr Verlag im Jahr 2025 durch elektronische Informationen erwirtschaften?

60-70 Prozent?

Und die große Frage am Schluss: Wie wird sich die Verlagslandschaft in den nächsten zehn Jahren verändern?

Gesprochen in den Worten unserer Autorin Nele Stuhler: KEINE AHNUNG.

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