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„Trotzdem fröhliche Grüsse!“, Otto Morach und Johanna Fülscher

Aus: fachbuchjournal-Ausgabe 6/2020

„Trotzdem fröhliche Grüsse!“, Otto Morach und Johanna Fülscher – ein Postkartenwechsel. Hrsg. von Hugo Stüdeli, mit einem Text von Patricia Bieder. Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, geb., 160 S., 226 farbige und 8 s/w Abb.,
ISBN 978-3-85881-688-7, € 38,00.

„Das Kartenzeichnen fängt an, mir viel Freude zu machen“, schreibt Johanna Fülscher (1893–1978) an Otto Morach (1887–1973) nach Solothurn, und auch er hat Gefallen an ihren gestalteten Karten aus Winterthur gefunden: „Ich renn‘ immer mit grosser Erwartung hinunter, wenn ich den Briefträger in den Garten kommen sehe.“
Zwischen Mai 1918 und April 1919 senden sich die beiden Kunstschaffenden 100 illustrierte Postkarten. Sie erweisen sich als außergewöhnliches Zeugnis einer kurzen, aber intensiven Künstlerfreundschaft. Während Otto Morach als ein bedeutender Vertreter der Schweizer Moderne gilt, ist Johanna Fülscher, die sich damals vor allem als Kunstgewerblerin hervorgetan hat, heute wenig bekannt.

Der Postkartenwechsel zeugt von einem vertrauten Kontakt und gibt Einblick in unbeschwerte Alltagsmomente. Ebenso eindringlich sind auch persönliche Nöte, die Gefahr der Spanischen Grippe oder Gedanken an den Krieg dargestellt.

Alle Abb. Otto Morach (OM) an Johanna Fülscher: © Hugo Stüdeli (Nachlass Otto Morach)
Alle Abb. Johanna Fülscher (JF) an Otto Morach: © Familien Fülscher (Nachlass Johanna Fülscher)

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