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ZBW pilotiert neues Modell für Open-Access-Transformation

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot pilotieren Open-Access-Geschäftsmodell „Subscribe to Open“

„Subscribe to Open“ heißt das Open-Access-Geschäftsmodell, mit dem die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der renommierte Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot jetzt an den Start gehen. Piloten sind ab 2022 die beiden wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften „Credit and Capital Markets – Kredit und Kapital“ sowie das „Journal of Contextual Economics – Schmollers Jahrbuch“. Zusätzlich digitalisieren die Kooperationspartner umfangreiche Archivjahrgänge der Zeitschriften und stellen diese im Open Access zur Verfügung.

Als nationale Informationsinfrastruktur für die Wirtschaftsforschung kooperiert die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aktiv mit Wissenschaftsverlagen, um gemeinsam neue Modelle für die Open-Access-Transformation umzusetzen. Zusammen mit dem renommierten deutschen Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot pilotiert die ZBW jetzt das innovative Modell „Subscribe to Open“. „Subscribe to Open“ heißt: Institutionen und Bibliotheken, die zuvor die Zeitschriften subskribiert hatten, investieren jetzt in den Wechsel der Zeitschriften zu Open Access. Es werden die bestehenden Finanzierungsstrukturen der Zeitschriften genutzt. Neben den bestehenden Abonnent:innen beteiligt sich auch die ZBW finanziell, um die Transformation abzusichern. Für die Autor:innen fallen mit diesem neuen Modell keine Autorengebühren (Article Processing Charges) an.

„Subscribe to Open“ stellt insbesondere in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eine wichtige Brückenfunktion zu einer nachhaltigen Open-Access-Transformation dar.

Thorsten Meyer, Bibliotheksdirektor der ZBW: „Für uns als große Infrastruktureinrichtung gehört die Unterstützung der Open-Access-Transformation in den Wirtschaftswissenschaften zu den wichtigsten Aufgabenbereichen. Daher freue ich mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot zwei namhafte wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften in den Open Access überführen können. “

Ab 2022 werden zwei Zeitschriften im Open Access verfügbar sein. Dies sind Credit and Capital Markets – Kredit und Kapitel (CCM) sowie das Journal of Contextual Economics – Schmollers Jahrbuch (JCE). Zusätzlich digitalisieren die Kooperationspartner ZBW und Duncker & Humblot Archivjahrgänge der beiden Zeitschriften bis zurück zum Jahr 1948 (JCE) bzw. 1968 (CCM). Damit werden zum Jahreswechsel mehrere Tausend Artikel frei verfügbar und nachnutzbar.

Andreas Reckwerth, Verlagsdirektor bei Duncker & Humblot: „Wir verstehen uns seit jeher als Dienstleister für die Wissenschaft und haben den Anspruch, unseren Autor:innen und Kund:innen den bestmöglichen Service zu bieten. Dass wir nun gemeinsam mit der ZBW die Chance haben, den Transformationsprozess im wissenschaftlichen Publikationswesen für zwei unserer renommiertesten wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften aktiv mitzugestalten, freut uns sehr. Das Projekt könnte Modellcharakter haben.“

Prof. Nils Goldschmidt und Prof. Stefan Kolev, Mitherausgeber des JCE: „Wir freuen uns sehr, dass wir Teil dieses Pilotprojektes sind. Unsere traditionsreiche Zeitschrift hat sich über die Jahre hinweg immer wieder gewandelt und neuen Realitäten angepasst – inhaltlich wie organisatorisch. Die im Projekt angelegte Digitalisierung früherer Jahrgänge wird die 150-jährige Geschichte dieser Zeitschrift in der Breite zugänglich machen.“

Prof. Hans-Peter Burghof, Mitherausgeber der Zeitschrift CCM: „Wissenschaft lebt von der Offenheit für neue Ideen und vielfältige Perspektiven. Aber es gibt in der wissenschaftlichen Gemeinschaft immer auch die Tendenz zur Verengung. Man greift auf, was gerade en vogue ist, und publiziert, wo es der Karriere am meisten nutzt. Das ist angesichts der hohen Risiken einer Wissenschaftlerkarriere sehr verständlich. Es macht aber alle Bemühungen besonders wertvoll, Offenheit und Vielfalt der Wissenschaft in der jeweils zeitgemäßen Form zu sichern. Open Access in Verbindung mit dem Subscribe-to-Open-Konzept ist da ein besonders vielversprechender Weg, wissenschaftliche Qualität mit einer größtmöglichen Offenheit für die wissenschaftliche Gemeinschaft zu verbinden.“

www.zbw.eu

 

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