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Wolfgang Matz erhält Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2024

Auszeichnung für gut begründete, elegant und unterhaltsam geschriebene Rezensionen

In diesem Jahr geht der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik an den Kritiker, Literaturwissenschaftler, Autor, Übersetzer und Lektor Wolfgang Matz.

Die Jurybegründung

„Die Buchkritiken von Wolfgang Matz verbinden profundes Wissen mit einem luziden, eleganten Stil und unterhaltsamem Ton. Sie sind außerordentlich gut begründet und bauen mit dramaturgischem Geschick Erwartungshaltungen bei den Lesenden auf, die mit Witz und Ironie konterkariert werden und souverän Stärken und Schwächen in den Blick nehmen. Mit Wolfgang Matz, der selbst auf ein umfangreiches literarisches, essayistisches Werk zurückblickt, kann man Werke entdecken, die entweder unbekannt oder verkannt sind, und deren mitunter verborgene Meisterschaft sich erst unter dem Blick des Rezensenten erschließt.“

Die Preisverleihung

Ort: Leipziger Buchmesse, Halle 5, E 313, Forum „Die Unabhängigen“ der Kurt Wolff Stiftung

Termin: Donnerstag, 21.3.2024, 14 Uhr

Die Laudatio auf Wolfgang Matz hält der Schweizer Journalist und Literaturkritiker Andreas Isenschmid, der vor allem für das Feuilleton der NZZ am Sonntag sowie für Die Zeit schreibt. Das Grußwort spricht Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Der Preisträger

Wolfgang Matz wurde 1955 in Berlin geboren und studierte Musikwissenschaft und Philosophie. Nach einer mehrjährigen Dozentur für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Poitiers/Frankreich war er von 1995 bis 2020 Lektor im Carl Hanser Verlag. Seit 1989 publizierte er Essays und Bücher zur deutschen und französischen Literatur und ist Herausgeber mehrerer Werkausgaben. Vor, während und nach seiner Zeit als Lektor hat er Lyrik und Prosa aus dem Französischen übersetzt – häufig zusammen mit seiner Frau, der Übersetzerin Elisabeth Edl. 1992 erhielten beide den Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds sowie 1994 den Petrarca-Preis.

Als Rezensent schrieb er seit 1986 für die Frankfurter Rundschau und Die Zeit, jetzt vor allem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seit 2021 ist er Direktor der Abteilung Literatur in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Die Auszeichnung

Mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik würdigt die Jury literaturkritisches Schaffen in den deutschsprachigen Medien. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem Fachmagazin Börsenblatt des Technologie- und Informations­anbieters MVB vergeben und von der Klett-Stiftung gefördert.

Die Jury

Sechs Expert*innen bestimmen jedes Jahr, wer den Preis erhält: Alexandra Pontzen (Literaturwissenschaftlerin Universität Duisburg-Essen), Klaus Reichert (Ehren­präsident der Akademie für Sprache und Dichtung), Klaus Schöffling (früherer Verleger), Michael Roesler-Graichen (Redakteur Börsenblatt) und – neu in diesem Jahr – Lilly Ludwig (Verkaufsleiterin Schöffling & Co) und Thorsten Ahrend (Programmleiter und Geschäftsführer Literaturhaus Leipzig).

Weitere Informationen

Über die Stiftung Buchkultur und Leseförderung
des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Die Stiftung setzt sich für die Förderung von Kultur und Bildung in einer offenen und pluralistischen Gesellschaft ein. Als gemeinnützige Stiftung initiiert und realisiert sie Projekte mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für deutschsprachige Literatur, das Lesen und das Leitmedium Buch zu schaffen und die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Sie vergibt den Deutschen Buchpreis, den Deutschen Sachbuchpreis, den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, veranstaltet den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels und organisiert die Buch-Gutschein-Aktion zum Welttag des Buches.

www.boersenverein.de/boersenverein/stiftung-buchkultur-und-lesefoerderung

 

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