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Springer Nature und ResearchGate wollen langfristige Partnerschaft vereinbaren

Springer Nature und ResearchGate sind in Gesprächen über eine langfristige Partnerschaft, die im vierten Quartal 2020 starten soll und zum Ziel hat, den Zugriff auf wissenschaftliche Artikel und Inhalte weiter zu vereinfachen. Die Erfahrungen aus den zwei Phasen des bisherigen Pilotprojekts wurden in einem jetzt veröffentlichten White Paper ausgewertet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen die Verlagsversionen von Artikeln (die „version of record“, VoR) direkt über ResearchGate bereitgestellt werden. Berechtigte Nutzer können dann Springer-VoR-Artikel der letzten fünf Jahre und Nature Research-VoR-Artikel der vergangenen drei Jahre auf ResearchGate lesen und downloaden. Täglich werden neue Artikel unmittelbar mit Veröffentlichung hinzugefügt. Alle Nutzer erhalten über ResearchGate Zugriff auf einen erweiterten Abstract, der Metadaten, eine Zusammenfassung, Zahlen- und Bildmaterial sowie die komplette erste Seite umfasst. Durch die Kombination der umfangreichen wissenschaftlichen Verlagsexpertise von Springer Nature und der von Millionen von Wissenschaftler*innen genutzten Online-Plattform von ResearchGate wollen die beiden Unternehmen ihr Angebot für die Wissenschaftswelt weiter verbessern und vereinfachen.

Steven Inchcoombe, Chief Publishing and Solutions Officer von Springer Nature: „Unsere  Zusammenarbeit  ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Inhalte unmittelbar auf Plattformen zur Verfügung stellen können, die von Forscher*innen bereits breit genutzt werden. Gleichzeitig erhalten diese Inhalte so eine größere Sichtbarkeit. Wir freuen uns sehr, jetzt auf unseren Erfolg aus der Pilotphase aufbauen zu können, der Bibliothekar*innen, Forscher*innen und Autor*innen zahlreiche Vorteile geboten hat. Unser gemeinsames Ziel ist es, eine reibungslose Nutzererfahrung anzubieten, damit der Zugang zu relevanten Artikeln gesichert und der wissenschaftliche Austausch maximiert werden kann.“

Das gemeinsame Pilotprojekt von Springer Nature und ResearchGate war auch eine Reaktion auf die Herausforderungen, die das Teilen wissenschaftlicher Inhalte mit sich bringt. Es galt, mehrstufige Authentifizierungsprozesse zu optimieren und zu verschlanken, reibungslosen Zugriff auf Inhalte unabhängig vom Standort zu ermöglichen sowie relevante und zuverlässige Forschungsbeiträge bestmöglich auffindbar zu machen.

Zentrale Erkenntnisse aus den Pilotphasen:

  • Erweiterte Nutzerberechtigung: Vereinfachte Identifizierung von Nutzerberechtigungen; nahtlose Remote-Authentifizierung.
  • Nennung der Institution: Berechtigten Nutzer wurde angezeigt, über welche Bibliothek der Zugriff per Abonnement erfolgt.
  • Verbesserte Auffindbarkeit: Austausch über und Diskussion von VoR-Artikeln (Version of Record)  und Autorenversionen im wissenschaftlichen Kontext.
  • Positives Feedback: 90% der Autor*innen äußerten sich positiv oder sehr positiv über die Zusammenarbeit von ResearchGate und Springer Nature.
  • Stärkere Nutzung: Inhalte, die auf ResearchGate bereitgestellt wurden, erzielten zwischen 0,6% und 19,5% mehr Downloads.

Sören Hofmayer, Mitgründer und Chief Strategy Officer von ResearchGate: „Springer Nature und ResearchGate haben dieses Pilotprojekt zum Teilen wissenschaftlicher Artikel initiiert, um gemeinsam neue Wege zu finden Forscher*innen bestmöglich in deren Arbeit zu unterstützen. Wir haben viel gelernt und freuen uns, diese Ergebnisse jetzt in einem White Paper gemeinsam zu veröffentlichen. Wir hoffen, dass so auch andere Akteure im Bereich der wissenschaftlichen Kommunikation ermutigen werden, sich uns anzuschließen und innovativ daran zu arbeiten, wissenschaftlichen Austausch so effektiv wie möglich zu gestalten.“

Die Gesamtauswertung der bisherigen Zusammenarbeit von Springer Nature und ResearchGate finden Sie im White Paper
Researchers at the centre: content discoverability, visibility and access” (englisch).

 

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