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Nelson Mandela: Briefe aus dem Gefängnis

Aus: fachbuchjournal-Ausgabe 4/2018

Nelson Mandela: Briefe aus dem Gefängnis. Mit einem Vorwort von Zamaswazi Dlamini-Mandela, Hrsg. von Sahm Venter. Aus dem Englischen von Anna und Wolf Heinrich Leube. C.H.Beck 2018, 760 S. mit 38 S/w Abb., 1 Karte und 8 Farbtafeln, geb.,
ISBN 978-3-406-71834-2.
€ 28,00

Zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela am 18. Juli 2018 erschienen weltweit in über zwanzig Ländern die Briefe aus dem Gefängnis.

1962, auf dem Höhepunkt einer brutalen Kampagne des südafrikanischen Apartheidregimes gegen die politische Opposition, wurde der vierundvierzigjährige Anwalt und Aktivist des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) verhaftet und verbrachte die folgenden siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis. Im Laufe seiner 10.052 Tage in Haft schrieb der künftige Führer Südafrikas eine Vielzahl von Briefen an sture Gefängnisbehörden, an Mitstreiter, Regierungsfunktionäre und insbesondere an seine Frau Winnie und seine fünf Kinder. Die mehr als 250 ausgewählten Briefe, die meisten davon bislang unveröffentlicht, erlauben einen Blick auf diesen außergewöhnlichen Menschen. Ob er über den Tod seines Sohnes Thembi schreibt, ob er seine ebenfalls inhaftierte Frau unterstützt oder eine bis heute aktuelle Philosophie der Menschenrechte entwirft – aus den „Briefen aus dem Gefängnis“ spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte und der heute als einer der inspirierendsten Menschen des 20. Jahrhunderts verehrt wird. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis.

In einer Welt, die ihren moralischen Kompass verloren zu haben scheint, erinnern Mandelas Briefe daran, dass Freiheit und Gerechtigkeit nicht verhandelbar sind.

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