News

Mit den Angeboten der Bibliotheken die Lesekompetenz verbessern

112.BiblioCon2024

Auf der 112.BiblioCon2024 dreht sich in diesem Jahr wieder alles um Bildung, Wissensvermittlung, Lese- und Demokratieförderung. Auf der zentralen Fachtagung des deutschen Bibliotheks- und Informationswesens werden neue Produkte, Trends und Branchenneuigkeiten vorgestellt und Themen wie Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Datenhoheit, Demokratieförderung oder Open Access diskutiert.

Ein zentrales Anliegen der Bibliotheken ist die Förderung der Lesefähigkeit und Lesemotivation. Die letzte IGLU-Studie hat gezeigt: die Lesefähigkeit von Kindern nimmt weiter ab, auch die Lesemotivation sinkt seit Jahren. Jedes vierte Kind erreicht nicht den Mindeststandard beim Lesen, der für das weitere Lernen nötig ist. Dabei ist gut lesen zu können, eine der wichtigsten Grundkompetenzen für den späteren Bildungserfolg. Wie aber kann die Lesefähigkeit gesteigert und die Lust am Lesen geweckt werden? Können Künstliche Intelligenz, digitale Lernmittel oder niedrigschwellige Zugänge bei der Leseförderung helfen?

Dr. Ute Engelkenmeier vom Berufsverband Information Bibliothek e.V. dazu: “Die Stärkung von Lese-und Informationskompetenz stellt ein fundamentales Mandat der Bibliotheken dar. Bibliotheken bieten Zugang zu umfassenden Bildungsressourcen und adäquaten Lernumgebungen für Alle. Sie ermöglichen Bildungserfolge und bieten Partizipationschancen”. Zusammen mit Anke Berghaus-Sprengel vom Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. plädiert sie „für eine stärkere strategische und systemische Verankerung von Bibliotheken als Bildungspartnern, für nachhaltige Investitionen in die digitale Infrastruktur und für die Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen beim Zugang zu E-Books. Indem Politik diese Forderungen unterstützt, stärkt sie Bibliotheken in ihrer essenziellen Rolle als Bildungs- und Informationszentren und fördert eine informierte und gebildete Gesellschaft.”

Die Förderung von Informations- und Medienkompetenz ist also Aufgabe von Bibliotheken, bleibt im KI-Zeitalter unerlässlich und wird für den kritischen Umgang mit Desinformation und FakeNews zunehmend wichtiger. Das findet auch der diesjährige Eröffnungsredner Arne Semsrott, Chefredakteur von FragDenStaat: “Desinformation gibt es kostenlos, wertvolle Informationen liegen oft hinter einer Paywall. Wenn wir wirksam für eine informierte Gesellschaft einstehen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass gute faktenbasierte Recherchen möglichst vielen Menschen frei zugänglich sind.” Auch die Veranstalter*innen finden „Gesicherte, faktenbasierte Informationen sind im Zeitalter der Desinformation und Manipulation von Daten unverzichtbarer Pfeiler für die Wissenschaft und die Integrität unserer demokratischen Gesellschaft. Bibliotheken prüfen Daten, beschreiben sie mit normierten Vokabularen und entwickeln Verfahren zur Validierung.” sagt Anke Berghaus-Sprengel (VDB).

Das gesamte Programm finden Sie hier: https://2024.bibliocon.de/programm/

 

Diese Seite benutzt Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.

Datenschutzerklärung