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KZ-Gedenkstätten erhalten Bundesmittel für Digitalisierung der Archive – Kralinski begrüßt Beschluss

Die KZ-Gedenkstätten Sachsenhausen, Buchenwald und Mittelbau-Dora erhalten aus Bundesmitteln mehr als eine Million Euro zur Digitalisierung ihrer Archive. Brandenburgs Bevollmächtigter beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, begrüßte heute den entsprechenden Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags. Kralinski äußerte sich auf der Veranstaltung „Sachsenhausen Lectures“ in der Brandenburger Landesvertretung beim Bund in Berlin.

Mit Blick auf den Haushaltsbeschluss maß Kralinski der Erinnerungskultur eine herausragende Bedeutung für Gegenwart und Zukunft bei: „Wenn Zeitzeugen nicht mehr authentisch berichten können, müssen wir umso stärker die Archive modernisieren und digitalisieren und sie für immer mehr Menschen zugänglich machen. Zugleich müssen wir neue Wege bei der Besucherbetreuung gehen und dabei die modernen, digitalen Möglichkeiten nutzen. Brandenburg hat sich deshalb immer für ein solches Projekt eingesetzt. Ich bin zuversichtlich, dass die drei Gedenkstätten mit dem Digitalisierungsvorhaben Maßstäbe setzen und für andere Vorbild sein werden.“

Der Förderverein der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen initiiert seit 2016 die jährlich stattfindende Vorlesungsreihe „Sachsenhausen Lectures“, die sich erinnerungskulturellen und geschichtspolitischen Aspekten widmet und das Thema Erinnerungskultur in eine breite Öffentlichkeit tragen soll. Als Mitveranstalter für die Reihe konnte das Kulturministerium gewonnen werden. Die heutige Veranstaltung trägt den Titel „Wenn das Grauen im Kitsch versinkt. Welche Erinnerung braucht Europa?“. Dabei beurteilt der polnische Historiker und Kulturwissenschaftler Robert Traba die gegenwärtige Situation aus einer deutsch-polnischen, europäischen und persönlichen Perspektive.

www.brandenburg.de

 


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