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Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse, erhält den Vigdís International Prize 2022

Juergen Boos, dem Direktor und Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse, wird der Vigdís-Preis 2022 verliehen, eine internationale Auszeichnung für herausragende Beiträge zu den Sprachen und Kulturen der Welt. Der Vigdís-Preis wird gemeinsam von der isländischen Regierung, der Universität Island sowie dem Vigdís International Centre for Multilingualism und Intercultural Understanding verliehen, zu Ehren Ihrer Exzellenz Vigdís Finnbogadóttir, der ehemaligen Präsidentin Islands (1980-1996) und derzeitigen UNESCO-Botschafterin für die Förderung sprachlicher Vielfalt. Vigdís Finnbogadóttir war die erste Frau weltweit, die auf demokratischem Wege zum Staatsoberhaupt gewählt wurde, und hat sich ihre gesamte Laufbahn hindurch für die Unterstützung kleinerer Sprachgemeinschaften, für Multikulturalismus und linguistische Vielfalt eingesetzt. Lilja Alfreðsdóttir, die isländische Ministerin für Kultur und Wirtschaft, wird Juergen Boos die Auszeichnung am 5. Oktober 2022 im isländischen Reykjavík überreichen.

Der Vigdís-Preis wird an Einzelpersonen oder Organisationen verliehen, um auf ihre außergewöhnlichen Leistungen bei der Förderung kultureller und sprachlicher Vielfalt, der Mehrsprachigkeit und der Übersetzung aufmerksam zu machen. Juergen Boos erhält die Auszeichnung für seinen unermüdlichen Einsatz für Sprachen und Kulturen, den er als Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse leistet, der größten und einflussreichsten Buchmesse der Welt. Die Frankfurter Buchmesse bietet eine Plattform für die literarischen Werke von Autor*innen aus allen Teilen der Welt. Zudem wird jedes Jahr ein spezielles Programm für ein Land oder eine Region organisiert, die als Ehrengast ausgewählt wurden. Beispiele hierfür sind die flämische und niederländische, die brasilianische, die katalanische und die isländische Literatur. Indem er die ungemein reiche sprachliche und kulturelle Vielfalt der Literatur auf die Bühne der Welt bringt, leistet Juergen Boos den Autor*innen, Übersetzer*innen, Verleger*innen sowie ihren jeweiligen Sprachgemeinschaften unschätzbare Dienste.

Juergen Boos ist seit 2005 Direktor und Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse GmbH. Boos wurde in den 1980er Jahren zum Verlagsbuchhändler beim Herder Verlag ausgebildet und studierte Marketing und Organisationstheorie. Er war Manager bei Droemer Knaur, beim Carl Hanser Verlag und bei Springer Science und Business Media (heute Springer Nature) sowie bei John Wiley and Sons. Boos ist Präsident der LITPROM (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.) sowie Geschäftsführer der LitCam (Frankfurter Buchmesse Literacy Campaign).

Am 20. November 2013 wurde ihm das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Im Januar 2017 erhielt Juergen Boos die Ehrendoktorwürde der Ivane Javakhishvili Tbilisi State University (Georgien). Im Februar 2018 wurde ihm der Kulturorden „Chevalier des Arts et des Lettres“ (Orden der Künste und der Literatur) in der französischen Botschaft in Berlin überreicht. Juergen Boos ist Mitglied des Scientific Committee des Sheikh Zayed Book Award und Mitglied der Akademie Deutscher Buchpreis.

Die bisherigen Empfänger des Vigdís-Preises sind die grönländische Linguistin, Autorin und Politikerin Katti Frederiksen (2021) sowie der färöische Linguist, Lehrer und Verleger Jonhard Mikkelsen (2020).

https://www.buchmesse.de/

Von links nach rechts: Juergen Boos, Lilja Alfreðsdóttir, Vigdís Finnbogadóttir

Von links nach rechts: Juergen Boos, Lilja Alfreðsdóttir, Vigdís Finnbogadóttir

 

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