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INCONECSS: Digitale Wissenschaft braucht digitale Fitness in Bibliotheken

INCONECSS – International Conference on Economics and Business Information in Berlin diskutierte digitale Transformation in Bibliotheken – Teilnehmende aus Europa, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika sehen Stakeholder- und Personalmanagement als größte Herausforderungen.

© Ralf Rebmann
Über 100 Gäste aus 33 Nationen kamen nach Berlin zur INCONECSS

Die zweite internationale Fachtagung für Bibliotheken im Bereich wirtschaftswissenschaftliche Fachinformation „INCONECSS – International Conference on Economics and Business Information“ brachte Bibliothekar*innen, Informationsfachleute und Forschende aus 33 Ländern und 5 Kontinenten zusammen. Das Themenspektrum reichte von Alexa bis zu Visualisierung und von Open Access bis zu Data Policies in Research Journals. Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft begrüßte vom 6. bis 7. Mai 2019 in Berlin über 120 internationale Tagungsteilnehmer*innen auf der INCONECSS.

Die fortschreitende Digitalisierung stellt Bibliotheken weltweit vor die Herausforderung, nicht nur ihre Geschäftsabläufe zu digitalisieren und ihre Geschäftsmodelle zu wandeln, sondern vor allem eine digital kompetente Belegschaft aufzubauen. Diese muss Transformationsprozessen gegenüber aufgeschlossen sein, digitale Lösungen umsetzen, Chancen antizipieren, im steten Dialog mit der Forschung sein und bestenfalls Veränderungen mit vorantreiben.

Dem Thema “Digital Transformation” widmete sich die International Conference on Economics and Business Information (INCONECSS).

Folgende Kernbeobachtungen zogen sich durch unterschiedliche Vorträge und Diskussionsbeiträge:

  • Bibliotheken erfinden sich agil neu und bauen neue Kompetenzfelder auf, beispielsweise im Forschungsdatenmanagement, im Data Mining oder im Bereich Künstliche Intelligenz.
  • Bibliotheken bauen Personal auf mit digitalen Kompetenzen für alte und neue Aufgabenfelder. Gemeint sind Fähigkeiten, die Mitarbeiter*innen in die Lage versetzen, digitale Technologien anzuwenden, im Rahmen ihres Aufgabenprofils zu nutzen und darüber hinaus die digitale Transformation von Geschäftsprozessen in ihrer Bibliothek mit voranzutreiben.
  • Neben fachlich-technischen Kompetenzen (Informations- und Datenkompetenz) und Businesskompetenzen wie Eigenverantwortlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Vernetzungskompetenz und Agilität spielt die insbesondere die digitale Fitness eine wesentliche Rolle.
  • Für Bibliotheken ist es essentiell, in engem Dialog zu stehen mit ihren Nutzenden und sich unablässig Wissen anzueignen über Bedürfnisse, Erwartungen und Arbeitsroutinen.

 

Thorsten Meyer, Bibliotheksdirektor der ZBW und Chair der INCONECSS: „Von Nigeria bis Finnland waren sich alle INCONECSS-Teilnehmer*innen einig: Der Aufbau einer digital kompetenten und interdisziplinären Belegschaft hat eine enorme Bedeutung für die wissenschaftlichen Infrastrukturen dieser Generation. Zudem ist es für die tägliche Arbeit wichtig, die Bedürfnisse, Arbeitsweisen und täglichen Routinen von Wirtschaftsforschenden und –studierenden zu kennen und sie als zentrale Ausgangsbasis für die tägliche Arbeit zu verstehen.“

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft lud mit der INCONECSS zu einer international einmaligen Fachkonferenz für Bibliotheken, die Services speziell für Wirtschaftswissenschaftler*innen anbieten. Über 120 Tagungsteilnehmer*innen aus 33 Ländern aus Afrika, Asien, Europa, Südamerika und Nordamerika kamen vom 6. bis 7. Mai 2019 nach Berlin. Ziel war es, Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen und eine Plattform anzubieten für stimulierende Gespräche und Diskussionen. Im Mittelpunkt stand neben dem fachspezifischen Austausch insbesondere das Netzwerken.

Werfen Sie mit uns einen Blick zurück auf die INCONECSS 2019:

Programm und Konferenzfolien: https://www.inconecss.eu/program.html

Referent*innen: https://www.inconecss.eu/speakers.html

Bilder: https://www.zbw.eu/de/ueber-uns/presse/pressebilder/veranstaltungen/

 

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