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EBSCO Information Services kooperiert mit protocols.io — Investition in offene und reproduzierbare Forschung und Untersuchungen

Eine neue strategische Partnerschaft zwischen EBSCO Information Services (EBSCO) und protocols.io wurde geschlossen, um die Forschungslandschaft zu unterstützen. Wissenschaftler, Verlage und wissenschaftliche Einrichtungen werden von offenen, vernetzten, reproduzierbaren und interoperablen Arbeitsabläufen für die Recherche profitieren. Die Investition von EBSCO in protocols.io unterstreicht die Bedeutung unterstützender Dienste, die die Publikation eines Artikels um die ihm zugrundeliegenden Analysen erweitert und dessen kontinuierliche Auswirkung optimiert. Als Teil der Vereinbarung wird EBSCO seine globale Präsenz nutzen, um die Reichweite und den Einfluss von protocols.io auf Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt auszuweiten.

protocols.io ermöglicht Wissenschaftlern, Protokolle und Methoden zu Untersuchungen zu erstellen und diese mit anderen Wissenschaftlern zu teilen. Die Plattform unterstützt Wissenschaftler bei der Entwicklung, Strukturierung, Fehlersuche und Verbreitung von Methoden – sowohl vor, während als auch nach der Veröffentlichung. Außerdem hilft sie Institutionen, die Kontrolle über eine wichtige Komponente der Untersuchungsergebnisse zu behalten. Für jeden, der seine Arbeit offen zugänglich machen möchte, ist protocols.io kostenfrei verfügbar. Für geschützte Nutzung sind Einzel-, Gruppen- oder standortweite Unternehmenslizenzen erhältlich.

Alexei Stoliartchouk, Irina Makkaveeva und Lenny Teytelman gründeten zusammen protocols.io. Sie wurden durch Lenny Teytelmans Probleme bei der Methodenentwicklung während seiner Habilitationsforschung am MIT inspiriert. Er verbrachte eineinhalb Jahre damit, einen Schritt eines zuvor veröffentlichten Protokolls zu korrigieren. Da es sich dabei nur um eine Korrektur und nicht um eine neue Technik handelte, sah er keine einfache Möglichkeit, dieses Wissen mit anderen Wissenschaftlern, die die gleiche Methode nutzten, zu teilen. Als sie protocols.io gründeten, sagte Irina Makkaveeva: „Als Softwareentwicklerin fand ich es absurd, dass Wissenschaftler nicht über ein Tool wie GitHub verfügten, um ihre Protokolle untereinander zu teilen.“

Lenny Teytelman, CEO und Mitbegründer von protocols.io, sagt, dass EBSCO durch seine Investition die Entwicklung von protocols.io vorantreiben wird. „EBSCO ist neben der „Chan Zuckerberg Initiative“ und der „Gordon and Betty Moore Foundation“ einer der wichtigsten Förderer von protocols.io. Genau wie bei den anderen Investoren unterstützt die Partnerschaft weitaus mehr als nur die Finanzierung. Wir freuen uns auch, die „Genetics Society of America“ als weiteren Investor in dieser Runde zu begrüßen.“ Teytelman sagt, dass die Zusammenarbeit mit EBSCO nun die Einführung von protocols.io erleichtern und die gemeinsame Nutzung und das Teilen auf der Plattform steigern wird. „EBSCO stellt uns das Fachwissen, die Unterstützung und die Skalierbarkeit zur Verfügung, damit wir unser Ziel zusammen mit anderen wichtigen Start-ups in dieser neuartigen und hochinteressanten Landschaft weiterverfolgen können. Wir sind sicher, dass wir das Unternehmen deutlich schneller zu einem nachhaltigen Unternehmen führen können, als es ohne die Beteiligung von EBSCO möglich wäre.“

Hunderte von Zeitschriften aller Verlagsarten empfehlen protocols.io und integrieren es bereits in ihre verschiedenen Systeme für die Einreichung, Überprüfung und Veröffentlichung. Die Verlage möchten dadurch die Reproduzierbarkeit und Sichtbarkeit ihrer veröffentlichten Arbeiten unterstützen und gleichzeitig die Dienste verbessern, die sie ihren Autoren und Herausgebern bieten. Eine steigende Anzahl renommierter Förderorganisationen empfiehlt die Aufnahme wiederverwendbarer Protokolle. Sie sehen diese als wichtig an, um die von ihnen geförderte Forschung nützlicher und letztlich einflussreicher zu gestalten.

Tim Collins, CEO von EBSCO Information Services, sagt, dass diese Investition eine natürliche Entwicklung darstellt, die auf dem Ziel von EBSCO basiert, Leben zu verändern, indem verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden – wann, wo und wie Nutzer sie benötigen. „Wachstum zu fördern und die Vernetzung wichtiger und neu entstehender Komponenten der offenen Forschung zu unterstützen, ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Innovationen voranschreiten und wir den Einfluss ermöglichen können, den die Forschungsgemeinschaft benötigt.“

Tommy Doyle, Senior Vice President of Strategy bei EBSCO Information Services, sagt, dass die Partnerschaft mit protocols.io mit der vor Kurzem von EBSCO geschlossenen Partnerschaft mit Arkivum einhergeht, die ebenfalls das breite Portfolio und die weitreichenden Beziehungen von EBSCO nutzt. „Als einer der größten Vermittler zwischen Verlagen, Institutionen und Wissenschaftlern ist EBSCO in der einzigartigen Lage, den Einfluss aller Teilnehmer zu vergrößern. Wir bringen mehr als 75 Jahre Branchenerfahrung und wichtige Beziehungen in jede neue strategische Partnerschaft ein. Wenn es um Investitionen geht, werden wir weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um die Zukunft der Forschung zu unterstützen.“

Die Ankündigung dieser Partnerschaft erfolgt zeitgleich mit der Ankündigung der Partnerschaft von EBSCO mit Code Ocean, die den Wissenschaftlern und Forschern Plattformen für die Erstellung, gemeinsame Nutzung, Veröffentlichung, Aufbewahrung und Wiederverwendung von ausführbarem Code und Daten bietet.

www.protocols.io
www.ebsco.de

 

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