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De Gruyter verleiht Preis für Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2021

Im Rahmen des 109. Deutschen Bibliothekartages zeichnet der De-Gruyter-Verlag die Gewinner des Preises Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2021 aus.

Der Preis wird von De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift Bibliothek: Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung verliehen. Das Video der virtuellen Preisverleihung ist für Teilnehmende des Bibliothekartages als Teil des virtuellen Standes von De Gruyter zu sehen.

Ausgezeichnet werden Kathrin Reckling-Freytag und Andreas Langer von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein mit dem Projekt Die FakeHunter, sowie das Goethe-Institut, vertreten durch Nico Sandfuchs und Nathalie Sugondho, mit dem Projekt BibToGo, dem digitalen Bibliotheksausweis des Goethe-Instituts. Einen Sonderpreis erhalten Elisabeth Ebel und Anna Sonnenfeld von der Stadtbibliothek Weinheim für ihre Bibliotheca Somnia.

Die Jury des Zukunftsgestalterpreises in Bibliotheken 2021 zeichnet das Projekt Die Fakehunter aus Schleswig-Holstein dafür aus, schon Kinder und Jugendliche frühzeitig mit den Werkzeugen auszustatten, die sie zum Erkennen von Fake News benötigen. Wer sich nicht durch einseitige und manipulative Informationen täuschen lassen will, muss Fake News klar von evidenzbasierten Fakten unterscheiden können. Fakehunter stattet Kinder und Jugendliche mit wichtigen Kompetenzen einer aufgeklärten Bürgerschaft aus und ermutigt und befähigt sie zur Teilhabe an den lebendigen Debatten einer pluralistischen Gesellschaft.

Als besonders kreativ bewertet die Jury den Ansatz, die Teilnehmenden in Form eines Planspiels an das Thema Fake News heranzuführen. Schüler und Schülerinnen ab der achten Klasse begeben sich als Nachwuchsdetektive auf eine Recherche-Reise, um einem fiktiven Fake-News-Portal das Handwerk zu legen. Bei ihrer Recherche lernen die Teilnehmenden Prüfwerkzeuge kennen, mit denen sie auf dem eigens dafür entwickelten Newsportal Artikel untersuchen und entlarven können.

Die Jury zeichnet außerdem BibToGo aus, den digitalen Bibliotheksausweis des Goethe-Instituts. An zwölf Bibliotheken auf mehreren Kontinenten macht er bereits den Plastikausweis überflüssig. Möglichst viele der weltweit 95 Bibliotheken des Goethe-Instituts sollen in den nächsten zwei Jahren folgen. Besonders gut gefiel der Jury die geplante Open-Source-Veröffentlichung des Quellcodes, der die Nachnutzung auch durch andere Bibliotheken ermöglicht.

Die App bündelt auch das weitere digitale Serviceangebot in Form von Medienempfehlungen, interaktiven Bibliotheksführungen oder Erklär-Videos in einer einzigen Anwendung und macht es sichtbarer und leichter nutzbar. Die BibToGo-App und ihr flächendeckender Einsatz stehen somit für einen Paradigmenwechsel, der für die Bibliothekswelt aus Sicht der Jury schon längst überfällig ist: die kluge Integration des eigenen Angebotes in eine ansprechende Smartphone-Umgebung.

Die Jury hat in diesem Jahr außerdem einen Sonderpreis für den besonders gelungenen Umgang mit der Corona-Pandemie vergeben. Ausgezeichnet werden damit Elisabeth Ebel und Anna Sonnenfeld von der Stadtbibliothek Weinheim für ihre Bibliotheca Somnia, eine digitale Schule für Hexerei und magische Künste, die als Reaktion auf die Absage aller Veranstaltungen für Kinder ins Leben gerufen wurde. Besonders bezaubert war die Jury von der schnellen und beherzten Umsetzung sowie der lebendigen Kreativität des Projekts.

Mit der mitreißenden Idee und den Aktionen der Zauberschule ist es gelungen, Jung und Alt zu begeistern, sodass die Familien gemeinsam Spaß am Lösen der Aufgaben der digitalen Schnitzeljagd hatten. Darüber hinaus ist der Funke auch auf die Geschäfte und Institutionen in der Weinheimer Innenstadt übergesprungen, wo nicht nur viele eigene Ideen für Rätsel und Aufgaben für die Zauberschüler entstanden sind, sondern auch eine eigene magische Schokoladenkollektion.

 

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