Editorial

10 Jahre fachbuchjournal

Aus: fachbuchjournal-Ausgabe 1/2019

Die vielen Gratulationen zum Zehnjährigen haben uns sehr gerührt. Danke. Zehn Jahre Erfolg haben wir zuallererst unseren engagierten Autorinnen und Autoren zu verdanken, die uns ihre kompetenten Texte zur Veröffentlichung anvertrauen. Prägend für mich persönlich ist dabei die Erfahrung, dass aus dieser Zusammenarbeit und der gemeinsamen Leidenschaft für das gedruckte Buch nicht nur viel gegenseitiges Vertrauen, sondern auch Freundschaften entstanden sind. Dafür bin ich dankbar.

Unser Team bedankt sich natürlich auch ganz besonders bei den Presse- und Marketing verantwortlichen der Verlage, die uns mit Verve über die Neuerscheinungen auf dem Laufenden halten und das fachbuchjournal – zum Teil seit der ersten Ausgabe vor zehn Jahren! – als Plattform für ihre Werbung nutzen. Danken möchte ich auch den Verlegerinnen und Verlegern, die uns mit Wohlwollen in ihre Welt der Bücher aufgenommen haben; eine ausgewählte Schar hat den seit zehn Jahren gleichlautenden Fragebogen auf unserer letzten Seite mit unglaublich viel Weisheit, Humor und überraschenden Bekenntnissen gefüllt. Ich stürze mich immer mit großer Neugier darauf. Aus den vielen Rückmeldungen weiß ich, dass es vielen so geht. Aus dem Buchhandel und den Bibliotheken kamen wichtige und immer willkommene Anregungen, die uns besonders auch in der Anfangszeit sehr geholfen haben.

Als Privileg empfinde ich, dass ich immer wieder durch Interviews und Besprechungen den Fokus auf ganz besondere Bücher lenken kann. Ganz bewusst habe ich mich in dieser Jubiläumsausgabe für die gerade erschienene zweibändige Edition der Kleinen Schriften von Fritz Bauer entschieden und bin der Rezensentin dankbar, dass sie meiner Bitte nach einer Besprechung und Würdigung der Verdienste dieses Ausnahme-Staatsanwalts und Rechtspolitikers sofort positiv entsprach. Fritz Bauer, der 1968 starb, war lange nahezu vergessen, nur ein kleiner Kreis beschäftigte sich mit seiner Arbeit und würdigte seine Verdienste. Auch in der Öffentlichkeit wurde er Jahrzehnte hindurch kaum zur Kenntnis genommen, obwohl ihm unsere heutige Rechts- und Gesellschaftsordnung so viel verdankt. Wir widmeten dem engagierten Juristen im fachbuchjournal in den letzten zehn Jahren immer wieder Beiträge. Ein Privileg.

Mit dieser Jubiläumsausgabe haben wir ein frisches Titellayout gewagt, im Innenteil kleine Veränderungen vorgenommen und eine neue Internetseite zugänglich gemacht. Sie ermöglicht den einfachen Zugang zu allen Ausgaben und Jahrgängen. Probieren Sie es aus. Und geben Sie uns Rückmeldungen.

Den optimistischen Ausblick übernehme ich von Manfred Metzner, dem Verleger des wundervollen Wunderhorn-Verlags aus Heidelberg. Auf die Frage aus unserem Fragebogen, wie sich die Verlagslandschaft in den nächsten zehn Jahren verändern werde, sagt er: „Leserinnen und Leser werden Qualität und Vielfalt, handwerkliches Können, profundes Wissen, Weltoffenheit, Neugier, also all das, wofür die unabhängigen Verlage und Buchhandlungen stehen, wieder zu schätzen wissen. Dazu bedarf es aber auch eines gesamtgesellschaftlichen Dialogs zum Stellenwert des Kulturguts Buch und einer damit verbundenen neuen Bildungspolitik.“

Das diskutieren wir gerne mit ihm und Ihnen bei der Leipziger Buchmesse, die bald wieder ihre Tore öffnet. Wir freuen uns auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen.

Angelika Beyreuther

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